Recht des Bergbaus

Die Schätze des Bodens gehören dem Eigentümer des Bodens. Die Bodenschatzförderung zu genehmigen obliegt dem Herren eines Bodens unter dem Vorbehalt der königlichen Bergbaugilde, die die Förderung bestätigen und approvisieren muss.

  1. Das Finden von Bodenschätzen ist im Kataster des Lehnsherren zu dokumentieren.
  2. Eine beglaubigte Zweitschrift der Urkunde über die Approvisierung des Förderns der Bodenschätze ist beim Eigentümer des Bodens vorzuhalten.
  3. Die Förderung von Bodenschätze ist wie folgt zu dokumentieren:
    I. Beiwerk: Gestein, Sand, Lehm
    II. Nutzstoffe: Steinkohle, Braunkohle, Schiefer, Granit
    III. Erze: Eisen, Kupfer, Pyrit
    IV. Edelstoffe: Silber, Gold, Diamanten
  4. Die Dokumentation muss beim Minenvorsteher erfolgen, der für jede Mine zu bestellen ist.
  5. Im Falle der Förderung von Erzen und Edelstoffen ist ein Münzmeister zu bestellen, der für die Qualität der geförderten Stoffe Rechenschaft ablegt.
  6. Edelstoffe dürfen nicht in Roh- oder Erzform durch das Drakensteiner Reich transportiert werden. Sie müssen durch den Münzmeister eingeschmolzen werden. Diamanten sind als Besitz der Krone nebst Papieren des Münzmeisters an die königliche Bergbaugilde in Greifenstolz zu schicken.
  7. Über das Einschmelzen und den Transport ist Buch zu führen. Eine beglaubigte Zweitschrift der Veredelungsbücher muss im Vierjahresschritt an die königliche Bergbaugilde zur Prüfung geschickt werden.
  8. Roherze werden mit dem einfachen Kirchenacht besteuert; Edelstoffe mit dem doppelten Kirchenacht.

Bestätigt und erlassen durch Ihre königliche Majestät Amalswind zu Draken

Niedergeschrieben in der Scola Advokatus zu Greifenstolz