Erzählungen

Allerlei Geschichten, die der Volksmund erzählt …

Richard von Staufenkrug

Richard von Staufenkrug war einst erster Ritter der Heiligen Inquisition im Heiligen Land. Er war der unerschrockenste und standhafteste Ritter der Portlande. Sein Schwert war schärfer als sein brillianter Verstand.
Er führte oft die Truppen an und erzeugte Schrecken unter den Feinden und derenVerbündeten. Als man ihm verbot in der Ständeversammlung sein Schwert mitzuführen, forderte der, den von allen gewählten, Vertreter der Corte zum Duell und schlug ihn tot.
Er deckte ebenfalls die Verschwörung, um den Baron von Castello Branco und erschlug den Baron und sein Gefolge. Seit einer Schlacht gegen die Sa’uren ist er verschollen.

Jonathan von Winterfels

Ein ehemaliger Klemmberger Graf, der in Ungnade gefallen war. Sein Sohn war im Bürgerkrieg zum Verräter geworden und verstarb. So blieb der Verdacht des Verrates an seiner Familie hängen. Nachdem der einfache Ritter Winterfels auch noch eine wichtige Festung an die Drakener (DR 6) verloren hatte, floh er und wart seit diesem Tage nicht mehr gesehen.

Der Schütze

Einst gab es einen Soldaten, welcher nicht nur Vortrefflich mit dem Bogen umgehen konnte, sondern auch der beste Trinker im ganzen Batallion gewesen sein soll. Eines Nachtens kurz vor dem Sa’urischen Feindesland, schlief er an einem Fass voll Wein ein und als die Sa’uren im Morgengrauen angriffen, war er noch so betrunken, dass er nur seinen Bogen und den Köcher greifen konnte, um dann leichtfüßig über das Fass zu stolpern. Doch da lenkte Ordon seine Schritte, das Fass geriet unter die Füße des Unglücklichen und auf dem bergab rollenden Fass balancierend, gelang es dem Schützen mehrere Pfeile in den Feind zu jagen und den Sa’uren König mit einem Fass “Spätburgunder” zu überrollen.

Manche sagen gar, er wäre dann gestürzt und habe das Fass hingestellt und sich selbst darauf, um aus erhöhter Position noch Feinde zu töten und letztlich in den Wirren der Schlacht als Held erschlagen zu werden. In Soldatenkreisen erzählt man sich, dieser Held sei der geistige Vater der Drakensteiner Pionierschützen gewesen, denn er war nicht nur Schütze, sondern auch der Erfinder des rollbaren Wachturms. Auch ist der Name, wie auch seine Taten sehr umstritten, denn bei den bretonischen Einwanderern heisst er “Alain, der Schütze”. Bei den reinen Drakensteinern wiederum “Alanus, der Schütze”. Andere gehen ganz neue Wege und meinen, der Schütze hieß in Wirklichkeit Siggi und schoss eigentlich mit einer Armbrust.

Das Horn von Lare

Im Dreiländereck Drakenstein,Grenzbrück und Solania befindet sich auf drakensteiner Seite im Herzogtum Draken ein Lehen namens Lare. Dieses Lehen steht seid jeh her als Bollwerk gegen das Untote und Verfremdete was aus dem Nordwesten kommt. Deshalb verwundert es auch nicht das gerade dieses scheinbar unbedeutende Lehen so manchen Kriegshelden hervorgebracht hat. Aber trotz allen Mutes der Bevölkerung und ihrer Lehnsherren strickt sich eine Legende der “Alten Tage” von Jahr zu Jahr neu.

Noch vor dem Jahre 400 in den Wirrungen der Hungersnot soll es sich zugetragen haben das ein schwarzer Drache das Land heimsuchte und die Felder verbrannte. Doch eine Gesandtschaft der Drei stellte sich dem Kampfe. Ein Kampf welcher 4 Tage und 4 Nächte dauerte. Ein Kampf gut gegen böse. Drei Köpfe des Drachen spiehen Feuer! Drei Recken hoben ihr Schild! Drei Tage war der Kampf ausgeglichen, doch am Vierten streckte es den jüngsten der Recken nieder. Das Gleichgewicht des Kampfes war getrübt. Der Drache schien zu triumpfieren, bis in dunkelster Stunde der Speer des Falken anfing zu Glühen. Dem Feuer gleich teilte er mit scharfen Stich das Herz des Drachen. Der Kampf wart nun entschieden … und die Nacht wart gekommen.

Und als Zeugnis des Sieges schlugen sie dem Drachen die Spitzes seines größten Hornes ab. Das HORN LARES ward geboren. Mächtiger als alles Gezücht! Doch mit dem Fluch der Rache des schwarzen Drachen bestückt, sollte es sich niemals von seinem Grabe entfernen … denn sonst wäre die Stunde gekommen die Toten Knochen zu erheben um den verlorenen Teil seines Leibes zurück zu holen. Gerüchten zur Folge hat sich dieses Horn auch nie von seinem Grabe entfernt. In den Katakomben der Feste von Lare soll es ruhen, als letzter Schutz gegen das Gezücht.