Was soll ich bloß Spielen?

Diese Frage kannst nur du allein beantworten. Spiele was immer du sein möchtest. Jedoch solltest du am Anfang keine zu hochgestellte Persönlichkeit spielen. Du willst ein König sein? im Prinzip kein Problem, aber hast du genügend Gefolgsleute, das richtige Kostüm (als König solltest du allerdings mehrere Kostüme haben) und auch die höfische Etikette? Du willst den geheimnisvollen Assassinen, der in der Dunkelheit der Taverne sitzt und mit niemandem redet, sein? Kannst du machen, aber bedenke: Wenn keiner weiß, wer du bist, wird dich keiner Ansprechen und wenn du sagst, wie du dein Geld verdienst, landest du möglicherweise auf dem Schafott. Du bist die Ein-Mann-Armee, der mit Feuerbällen werfen kann und die Welt im Alleingang retten kann? Gerne, aber kannst du diesen Superhelden glaubhaft darstellen?

Kurz gesagt: Such dir eine Rolle, die zu dir passt, aber fange erst mal “klein” an. Um einen Ritter zu spielen empfiehlt es sich zunächst bei einem anderen Ritter in die Knappschaft zu gehen. Es ist bei der Auswahl der Rolle übrigens völlig egal welches Geschlecht du hast. Eine Frau muss nicht zwingend eine Prinzessin spielen, zum beweiss haben wir Ritter Elaria von Bachenthal und Ritter Agnes von Eich. Wir werden sie aber trotzdem als Sire ansprechen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass man natürlich etwas Besonderes, Tolles, Ungewöhnliches oder Exotisches spielen möchte. Oft stellt man jedoch ziemlich schnell fest, dass Ideen, die für einen Pen&Paper oder ein PC-Game Charakter toll und innovativ sind, für eine LARP-Charakter nicht oder nur bedingt tauglich sind. Der 17 jährige Großmagus in Hemd und Hose wird eher belächelt als die junge Bäckerstochter, im schlichten Kleid.

LARP ist ein Hobby, das davon lebt mit anderen zusammen zu spielen und die gespielte Rolle wachsen zu lassen. Versucht also nicht alles selber können zu wollen, den nur dadurch, dass man mit anderen Spielern interagiert entsteht der Zauber des Spiels…

Eine “Besonderheit” gibt es jedoch im Lande Drakenstein. Wir werden an Spieler, die nicht irgendwann in die Spielleitung einsteigen, keine Rollen bzw. Posten und Ränge über einem Baron verteilen. Das liegt daran, das wir als Spielleitung durch Fürsten, Kardinäle etc. das Spiel und die Geschichte lenken können. Geben wir das aus der Hand, entgleitet uns (wie bei anderen Orgas, die sich deswegen leider auflösen mussten) die Kontrolle über das Spiel. Natürlich treten Charaktere wie die Königen oder der Erzkanzler ab und an auf, jedoch ist ihr Handeln in enger absprache mit der Spielleitung.