Wie spielen wir?

Wer kennt nicht Filme wie “Königreich der Himmel”, “Herr der Ringe”, “Ivanhoe – Der schwarze Ritter”,” Ritter der Kokusnus”,  “Ronja Räubertochter”, “Conan, der Barar” oder “Im Namen der Rose”?

Diese und noch viele andere Filme haben uns in unserer Jugend (und auch noch heute) begeistert und dienen uns als Inspiration für ihr Spiel. Vom Ritter, Mönch oder Bauern ist eigentlich alles vertreten.Auch der ein oder andere Zauberkundige hat bei uns seinen Platz gefunden. Uns kommt es bei unserem Spiel aber vor allem auf die Darstellbarkeit und Erkennbarkeit einer Figur an. Wenn also eine Figur nicht darstellbar ist, lassen wir lieber die Finger davon. Deswegen gibt es bei uns in der Gruppe auch keine, Könige oder Kardinäle. Diese Rollen sind reine Hintergrundfiguren, die zwar auftreten können aber nicht aktiv bespielt werden.

Aber das alles beantwortet noch nimmer nicht die Frage wie wir eigentlich spielen.

Wir geben uns alle viel Mühe die bespielte Figur mit sehr viel Leben zu füllen. Das geht am besten wenn man sich der üblichen Klischees bedient. Ein Zauberer zum Beispiel trägt bei uns einen Spitzhut und Redet ewig ohne auf den Punkt zu kommen. Das ist uns sehr wichtig! Denn eine Rolle die von den Mitspieler nicht als solche wahrgenommen wird, kann auch nicht als solche angespielt werden.

Wir versuchen aber auch unsere Rollen untereinander Abzugrenzen. Das geschieht bei uns auf zwei Weisen. Die erste ist, das es bei uns keine Alleskönner gibt. Jeder Rolle besitzt nur die Fähigkeiten die auch ihrem Klischee entsprechen. Ein Ritter wird bei uns seinen Schild nicht reparieren, dafür geht er zum Schmied. Er ist also auf den Andern angewiesen und zur Interaktion gezwungen. Des weiteren sorgt unser Spielhintergrund auch dafür das sich die vertretenen Ansichten der Rollen unterscheiden. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Magie. Während der Ritter hier in seiner Ansicht nicht festgelegt ist, hat der Bauer einen gehörigen Respekt vor ihr und steht ihr eher angstvoll gegenüber. Viele Priester hingegen sehen in ihr die Wurzel allen Übels während der Zauberer sie liebt aber um die gefahren im Umgang mit ihr weiß.

Der Großteil unserer Gruppe bespielt den Adel und sein Gefolge. Aber auch der Klerus ist ausreichend vertreten. Zauberer und Elfen gibt es bei uns zwar auch, aber sie werden eher von einer Minderheit bespielt. Und das hat auch einen Grund. Am besten lässt sich das wohl am Beispiel “Herr der Ringe” erklären. Es gibt dort Elfen und wundersame Wesen, aber sie treten eher selten auf wodurch sie den Zauber des Besonderen nicht verlieren. Besonders wichtig bei diesen Fantasy Rollen ist uns aber auch die Darstellbarkeit von Klischees. Viel mehr noch als bei den menschlichen Rollen. Wer z. B. nicht “klein” ist, kann auch keinen Zwerg darstellen, und das Kostüm sollte nicht wie eine Verkleidung aus sehen, sondern die Figur darstellen. Bei einem Bauern fallen fehlende darstellende Elemente einfach nicht so schnell auf wie bei einem Elf zum Beispiel.

Das alles sind Ansprüche, die wir an uns selbst stellen, nicht an euch!

Spielt das was ihr Spielen wollt, und wie ihr es spielen wollt. Wir werden Euch hier nichts vorschreiben.

Der Umgang mit dem eindeutig Bösen

Wenn wir auf einem Con auf Klischee Bösewichte treffen behandeln wir sie auch als solche. Das heist Orks, Dunkelelfen, Dämonen usw. werden von uns als unsagbar Böse wahrgenommen. Wie die Rolle darauf reagiert liegt aber wieder an dem Charakter. Wenn er in der Lage ist, wird er wohl versuchen das Böse zu bekämpfen bis es für ihn keine Gefahr mehr darstellt.

Etwas kompliziert wird es natürlich bei Halbwesen wie einem Mensch-Drachen Wesen oder einer Kreuzung aus einem Zwerg und einem Ork. Sicher das kann mit einem herausragenden Kostüm beeindruckend dargestellt werden, aber der durchschnittliche Bewohner Drakensteins wird das Wesen doch eher als etwas feindliches sehen. Auch hier gilt, das man natürliche den im Spiel vorhandenen Konflikt ausspielt, aber es ist auch möglich das wir dem Charakter (um Euch nicht den Spaß am Spiel zu verderben) einfach aus dem Wege gehen. Bei mystischen Wesen kann das aber bei einer gelungen Darstellung schon wieder ganz anders aussehen. Jedenfalls wenn sie einen “guten” ruf haben ;) . Das alles hat nichts damit zu tun ob wir Euch mögen oder nicht, es ist rein davon abhängig wie unsere Charaktere das sehen. Und je besser man sich

Ambiente ist uns sehr wichtig

Wer kennt nicht die Armbanduhr aus “Ben Hur” oder das Auto welches im “Herr der Ringe” durch die Felder fährt? Sicher so etwas fällt bei erstmaliger Betrachtung gar nicht auf, aber wenn jeder eine Uhr am Handgelenk tragen würde könnte man sie nicht mehr übersehen. Deswegen Achten wir auf solche Kleinigkeiten, und packen alle eindeutig modernen Gegenstände in unsere Zelte und lassen sie dort oder tarnen sie z. B. mit einem Stück Stoff so ab, so das sie nicht mehr als solche ins Auge fallen.

Aber wenn wir ganz ehrlich sind, sind wir meistens bestrebt noch viel mehr zu erreichen. Wer uns kennt, der weiß das wir uns auch immer sehr viel mühe geben so viel zum Ambiente beizutragen wie es uns möglich ist. Es macht uns einfach Spaß ein filmreifes Lager mit Zelten, Baldachinen, Feuerstellen und ganz vielen Bannern aufzubauen.

Glaube ist bei uns eine große Sache

Eine Besonderheit Drakensteins ist der gut ausgearbeitete und intensiv bespielte Glaube. Mit seinen unterschiedlichen Glaubensrichtungen und Facetten bietet er jedem Charakter die Möglichkeit seinen Glauben zu finden. Ja der Glaube an Ordon ist sogar “offiziell” vorgeschrieben. Filme wie “Im Namen der Rose” oder “Königreich der Himmel” sind die Inspiration für einen leicht fanatisch dargestellten Glauben, bei dem wir uns gerne an Klischees orientieren. Gewisse Identifikationsmerkmale sind bei einem schönen Spiel einfach nicht zu vermeiden. Deswegen haben wir uns auch nicht an einer Religion orientiert sondern an fast allen großen Weltreligionen. Dies hat auch einen Grund. Wir lehen die Verwendung eines realen Glaubens im Spiel aus zwei Gründen kategorisch ab. Erstens aus Respekt gegenüber den Religionen und ihren Gläubigen und zweitens um es zu vermeiden das im Spiel Konflikte entstehen die über das Spiel hinaus gehen.

Denn das alles ist nur ein Spiel und das soll es auch bleiben.