Der heilige Himnerith von Täufersbach

Der heilige Livestals

Da bald Ackers Segen gefeiert wird, wird diesmal ein Heiliger verehrt, der unter Qualen gearbeitet hat und auch in größter Not nicht aufgegeben hat und so einen ganzen Landstrich vor dem Hungertod bewahren konnte.  Seine Arbeit und sein tiefer Glaube haben Drakenstein auch in kommenden Zeiten geholfen die Landwirtschaft zu stärken und die Ernten besser zu sichern.

 

Seit jeher sehr erfinderisch hat er einen Weg ersonnen wie er das Wasser besser aus fast vertrockneten Gegenden fördern und auf die Felder leiten konnte. Entsprungen war ihm der Gedanke im Alter von 11 Jahren, als eine Dürre das Kloster und seinen ganzen Landstrich bedrohte. Vielfach belächelt aber trotzdem in seinen Ideen geduldet machte er sich an die Arbeit. Darüber vergaß er aber nie seine klösterlichen Pflichten, widmete sich vor allem der Landwirtschaft und betete inbrünstig.

 

Im Alter von 16 geschah es, dass zwei Jahre andauernder Dürre die Menschen in Verzweiflung stürzten und er sich der Not der Menschen deutlich bewusst, immer weiter in seine Ideen vertiefte. Er betet um Hilfe, um Wasser und um eine rettende Idee. So fand er schließlich einen Hoffnungsschimmer, das rettende Nass auf die Felder zu bringen. Er steigerte sich in seine Arbeit, wurde als Irrer müde belächelt, aber da er nie seine Arbeit vergaß und bei den Gebeten länger und inbrünstiger als mancher Bruder war, wurde ihm seine Arbeit und ein wenig Material gewährt.

 

Vorerst verzichtete er nur auf seinen Schlaf, später auf sein Essen um jede Minute über seiner Idee zu brüten. Dieses Martyrium ging ein Jahr, und Bruder Himnerith von Täufersbach wie er später genannt wurde, war nur noch ein Schatten seiner selbst. Allerdings gelangte seine Idee zum Erfolg. Am Täufersbach gelang sein Vorhaben das Wasser gegen die Schwerkraft nach oben und durch Rinnen auf ein Beet zu befördern.

 

Die anderen Mönche ließen sich anstecken und als das nächste Jahr wieder ein extrem heißer Frühling anbrach und kaum Hoffnung auf Linderung bestand, arbeiteten sie alle unter Qualen an dem großen Projekt dem tiefliegendem Fluss das Wasser abzuringen.

 

Himnerith von Täufersbach war nur noch im Gebet oder an seiner Arbeit zu finden und hatte nach einigen Rückschlägen die Hoffnung schon fast aufgegeben. Als die Menschen der Umgebung immer öfter kamen um Hilfe und Nahrung für ihre Familien zu erbitten und im Kloster selbst die ersten Mönche verhungert waren zog sich Himnerith von Täufersbach in die Kapelle zurück. Zwei Tage in tiefem Gebet, im Glauben an Ordon gaben ihm Kraft und neue Hoffnung.

 

Ordon sah, dass die Arbeit wohl gelungen war und ließ es in den weit entfernten Bergen regnen, so dass der Fluss etwas anschwoll und das technische Werk zum Laufen brachte. Als das erste Wasser sprudelte, sank Himnerith von Täufersbach neben seiner Erfindung zusammen und starb. Seither wurden seine Arbeit und sein tiefer ehrfürchtiger Glaube gerühmt. Seine Erfindung wurde ausgefeilt und wird in vielen Gegenden noch heute genutzt um Ackers Segen reichlich zu feiern.